
Vergleichstabellen mit auffälligen Kontrastpreisen ziehen die Aufmerksamkeit weg von relevanten Leistungsmerkmalen. Durchgestrichene „statt“-Beträge oder extrem teure Referenzprodukte erhöhen die Zahlungsbereitschaft, obwohl Nutzen unverändert bleibt. Trainieren Sie, zuerst Kriterien zu definieren, dann Preise zu prüfen. Nutzen Sie Preisverlaufstools, archivierte Prospekte oder eigene Notizen als externe Gedächtnisstütze. Der Blick nach hinten befreit von künstlich erzeugten Peaks.

Die absichtlich unattraktive Zwischenoption dient als Köder, damit die teurere Variante vernünftig erscheint. Beispiel: kleines Popcorn 3 €, großes 7 €, mittleres 6,80 € – plötzlich wirkt groß fair. Durchkreuzen Sie den Effekt, indem Sie vorab Ihre Portion definieren und Nutzen pro Einheit berechnen. Fragen Sie: Würde ich die mittlere Variante jemals wählen? Wenn nein, steckt vermutlich ein Köder im Spiel.

Auktionen unter Freunden zeigen Anker brutal ehrlich: Wer zuerst „fünfzig“ ruft, verschiebt das gesamte Feld. Beobachten Sie, wie Bieter ihre Obergrenze nach Gefühl verschieben, sobald eine runde Zahl im Raum steht. Besser: Oberlimit vorher schriftlich festlegen, dann mit Abstand bieten oder aussteigen. Hinterher reflektieren, welche Formulierungen Ihr Puls beschleunigten und welche Pausen Klarheit brachten.
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